Das Museum - Geschichte

Vom Höbarthmuseum zum regionalen Veranstaltungs- und Kulturzentrum

Die Eröffnung des „Höbarthmuseums“ in Horn erfolgte im Dezember 1930, nachdem der Postbedienstete Josef Höbarth seine archäologischen, paläontologischen, mineralischen und volkskundlichen Sammelstücke dem neugegründeten Museumsverein Horn überlassen hatte. Die Museumsbestände wurden permanent erweitert und umfassten bald sogar Funde aus der griechisch-römischen Antike und eine Sammlung von Schriftstücken zum berüchtigten „Räuberhauptmann“ Grasel. Prunkstück war jedoch die ur- und frühgeschichtliche Sammlung, die vor allem auf Josef Höbarth zurückging, aber unter seinem Nachfolger als Kustos und Museumsleiter, Friedrich Berg, erweitert wurde.

1965–1973 übersiedelte das Museum von der Prager Straße in den renovierten Gebäudekomplex des ehemaligen Bürgerspitals in der Wiener Straße. Das geräumigere Museumsgebäude erlaubte die Durchführung von Sonderausstellungen zu verschiedensten Themen. 1975 schenkte der Landwirt Ernst Mader aus Breiteneich seine Sammlung von bäuerlichen Arbeitsgeräten, Hausrat und Landtechnik der Stadtgemeinde Horn unter der Bedingung, dafür ein Museum zu errichten. Das „Landwirtschaftliche Museum Ernst Mader der Stadt Horn“ wurde im Oktober 1983 eröffnet und erweiterte nicht nur das Museumsareal, sondern auch das ohnehin breite Spektrum der Museumsbestände. Durch den Zubau des „Madermuseum“ wurde die Museumsbezeichnung in „Museen der Stadt Horn – Höbarth- und Madermuseum“ abgeändert.

Jedoch folgten weder im ur- und frühgeschichtlichen noch in der landwirtschaftlichen Abteilung bedeutende neue Initiativen, vielmehr erregte das Museum durch große historische Sonderausstellungen das mediale Interesse, so etwa zur Reformationszeit im Waldviertel und zum Horner Bund von 1608.

Durch die Neugestaltung des Madermuseums und seiner Neueröffnung 2021 in Form der Ausstellung „Mensch.Boden.Technik – 7500 Jahre Landwirtschaft“ erhielt das nunmehrige „Museum Horn“ einen neuen Schwerpunkt. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Betreuung darf sich das Museum nun niederösterreichisches Kompetenzzentrum für historische Landtechnik nennen.

Das Museum stellt heute einen ausgedehnten Gebäudekomplex dar und weist eine Ausstellungsfläche von etwa 2000m2 allein im Innenbereich auf. Es ist zudem ein bedeutendes regionales Veranstaltungs- und Kulturzentrum.